Anwaltskosten 

Rechtsschutzversicherung

Es gibt viele Situationen, in denen man am liebsten sofort bei einem Anwalt fachkundigen rechtlichen Rat einholen möchte. Viele scheuen jedoch diesen Weg, weil sie glauben, sich die Anwaltskosten nicht leisten zu können. Dies ist aber so nicht richtig:

Wenn Sie nämlich rechtsschutzversichert sind, übernimmt häufig die Rechtsschutzversicherung die Anwaltskosten für die Durchsetzung Ihrer Rechte. Die Anforderung der Deckungszusage Ihrer Versicherung übernehmen wir für Sie. Wird diese erteilt, erfolgt eine Abrechnung der Kosten direkt gegenüber der Rechtsschutzversicherung, so dass nur die von Ihnen vertraglich vereinbarte Selbstbeteiligung zu leisten ist. Bringen Sie bitte zum Erstgespräch Unterlagen über Ihre Rechtsschutzversicherung mit.

 

Prozesskostenhilfe / Verfahrenskostenhilfe

Sollten Sie aus persönlichen und wirtschaftlichen Gründen nicht in der Lage sein, für die Kosten des Rechtsstreits aufzukommen, kann Prozesskostenhilfe beantragt werden, so dass zunächst eine Befreiung von Gerichts- und Anwaltskosten eintritt. Bei späterer Verbesserung der Einkommenslage können durch das Gericht Zahlungen zurückgefordert werden. Ob Sie diese Hilfe bekommen, richtet sich nach Ihrem Einkommen und Ihrem Vermögen. Ferner muss die beabsichtigte Rechtsverfolgung oder Verteidigung im Rahmen eines Prozesses Aussicht auf Erfolg haben. Diese Punkte werden wir mit Ihnen erörtern. Sollte Prozesskostenhilfe für Sie in Betracht kommen, bringen Sie bitte alle Unterlagen über Ihre gegenwärtigen finanziellen Verhältnisse zum Erstgespräch mit.
Bereits im Rahmen des Erstgesprächs klären wir mit Ihnen ab, welche Kosten für Ihre Angelegenheit anfallen.

Berechnung der Anwaltskosten

 

Wenn Sie versuchen, Anwaltskosten zu vergleichen, werden Sie keine großen Unterschiede feststellen. Dies liegt daran, dass die Gebühren, die ein Anwalt mindestens verlangen muss, gesetzlich vorgeschrieben sind.

Der Gesetzgeber gestattet es dem Anwalt nur, über diese gesetzlich, festgelegten Mindestgebühren hinaus (die ein Anwalt verlangen muss), eine Vereinbarung höherer Bezahlung mit dem Mandanten zu treffen. Dies kann beispielsweise der Fall sein, wenn der zeitliche Aufwand für die Bearbeitung der Angelegenheit nicht im Verhältnis zu den Mindestgebühren steht. 

Haben Sie keine Vereinbarung getroffen, richten sich die Anwaltskosten nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG). Hierbei wird zwischen einer Beratung, einer außergerichtlichen Vertretung und einer gerichtlichen Vertretung unterschieden.

 

 

Außergerichtliche Beratung:

Der Gesetzgeber hat vorgesehen, dass der Anwalt mit seinem Mandanten eine Vereinbarung über die Kosten für ein erstes Beratungsgespräch trifft. Ohne eine entsprechende Vereinbarung sind die Gebühren für ein erstes Beratungsgespräch laut Gesetzgeber auf 190 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer beschränkt (§ 34 RVG). Kommen Sie also nur zu einem mündlichen Beratungsgespräch zu uns, können Sie sich sicher sein, dass Ihre Kosten 190€ zuzüglich Mehrwertsteuer nicht übersteigen, wenn wir nicht vorher etwas anderes abgesprochen haben. Je nach Umfang und Länge der Beratung sind die Kosten noch geringer. Zögern Sie bitte nicht, uns anzurufen, wenn Sie weitere Fragen zu den genauen Kosten in Ihrem Fall haben.

 

Außergerichtliche Vertretung:

Wenn wir Sie nicht nur beraten sollen, sondern für Sie außergerichtlich tätig werden sollen (z.B. mit einem Schreiben an Ihren Arbeitgeber, Nachbarn, Vemieter), richtet sich die Gebühr nach den Nummern 2300 ff. des Vergütungsverzeichnisses (VV) RVG. Je nach Arbeitsaufwand entsteht eine halbe bis eine zweieinhalbfache Gebühr. In den meisten Fällen wird von den Anwälten eine Mittelgebühr von 1,3 in Rechnung gestellt. 

Die Gebühren werden nach dem sogenannten Streitwert oder auch Gegenstandswert berechnet. Das ist der Wert, um den es in der rechtlichen Auseinandersetzung geht. Die Gebührenstaffelung nach Gegenstandswert können Sie in der Anlage 2 (RVG) einsehen. Wenn wir für Sie eine außergerichtliche Einigung erzielen, fällt eine Einigungsgebühr von 1,5 an (Nr. 1000 VV).

 

Gerichtliche Vertretung:

Wenn wir Sie vor Gericht vertreten sollen, fällt grundsätzlich eine 1,3-fache Verfahrensgebühr an, auf die die außergerichtlich bereits angefallene Gebühr aber zur Hälfte angerechnet wird. Für die Vertretung im Gerichtstermin fällt eine weitere 1,2-fache Termingebühr an. Es kann eine weitere 1,0-fache Vergleichsgebühr anfallen, wenn in einem Gerichtsverfahren ein Vergleich geschlossen wird.

 

Sie haben noch Fragen zu den Anwaltskosten oder möchten einen Termin mit Frau Dr. Wagner vereinbaren?
Rufen Sie uns an unter 04181 / 20 188 0 oder nutzen Sie unser Kontaktformular.